Nachdem ich Euch letzte Woche schon
hier gezeigt habe, was ich für meine Tausch-Partnerin Julia in das Päckchen für die Post-aus-meiner-Küche-Aktion gepackt hatte, möchte ich Euch natürlich auch nicht verheimlichen, was für ein tolles Päckchen bei mir angekommen ist :)
Darin waren:
Linzertorte mit Himbeer-Rosmarin-Füllung
Himbeeressig
Erdbeer-Basilikum-Sirup
Leider hatte sich das Gläschen mit dem Erdbeer-Basilikum-Sirup während des Transports geöffnet *schluchz* Dadurch hatte auch die Verpackung des tollen Päckchens etwas gelitten. Aber der Kuchen und der Essig haben das locker wieder wettgemacht.
Kuchen und Essig also ... ich glaube, man könnte mir zum Thema Beeren keine besseren Leckereien in ein Päckchen packen. Dass ich Kuchen liebe, dürfte dem ein oder anderen von Euch schon aufgefallen sein *hüstel* Und ich bin absoluter Essig-Junkie. Außerdem habe ich gerade letztes Wochenende meinen letzten Rest Kirsch-Essig zu einem leckeren Dressing verarbeitet, von meinem Erdbeer-Essig ist nur nur noch ein kleiner Rest vorhanden und die Obst-Ausbeute lässt hier im Garten dieses Jahr leider sehr zu wünschen übrig. So kam der Nachschub sehr passend :)
Vielen, vielen Dank Julia. Ich habe mich riesig über Dein Päckchen gefreut, Du hast genau das Passende für mich ausgesucht und alles schmeckt fantastisch!
Da Julia selbst nicht bloggt, hat sie mir erlaubt, ihre Rezepte für Euch zu veröffentlichen - auch dafür vielen Dank, Julia :)
Linzertorte mit Himbeer-Rosmarin-Füllung
(Rezept nach Johann Lafer)
Das Rezept ergibt 2 kleine Linzertörtchen á ca. 18-20 cm Durchmesser
Zutaten:
300 g zimmerwarme Butter
150 g Puderzucker
1-2 Msp. Zimt, je nach Geschmack
1-2 Msp. gemahlene Nelken, je nach Geschmack
2 Eier
150 g gemahlene Haselnüsse
300 g Mehl
2-3 EL Biskuitbrösel (Löffelbiskuit zermahlen)
250 g Marmelade (hier: Himbeer-Rosmarin-Marmelade)
Zubereitung:
Den Backofen auf 180 °C vorheizen. Die Butter, den Puderzucker und die Gewürze schaumig schlagen. Zuerst die Eier, danach die Haselnüsse und das Mehl unterrühren. Den Teig teilen und jeweils 2/3 des halben Teiges in eine gefettete Springform geben, glatt streichen, mit den Biskuitbröseln bestreuen und die Marmelade daraufstreichen.
Den restlichen Teig in einen Spritzbeutel mit kleiner Lochtülle geben und jeweils als Gitter auf den Kuchen spritzen oder - wie Julia es gemacht hat - Kreise oder andere Formen ausstechen und auf die Füllung legen.
Sollte der Teig zu dick sein, kann er mit Wasser oder Milch geschmeidiger gemacht werden.
Die beiden Kuchen im vorgeheizten Ofen für 45 Minuten auf mittlerer Schiene backen.
Himbeer-Rosmarin-Marmelade:
Zutaten:
600 g Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
300 g Gelierzucker 2:1
Rosmarinzweige nach Belieben
Zubereitung:
Die Himbeeren (TK-Himbeeren vorher auftauen lassen) und den Zucker in einen Topf geben und unter Rühren köcheln lassen, bis die Himbeeren zerfallen sind. Die Rosmarinzweige dazu geben und das Ganze fünf Minuten stark sprudelnd kochen lassen. Der Rosmarin kann auch gehackt oder in einem Teefilter mit in den Topf gegeben werden, am Besten schmeckt die Marmelade aber, wenn die Zweige ganz hinein gegeben werden, auch wenn dann abfallende Nadeln in der Marmelade bleiben (mich hat das übrigens überhaupt nicht gestört).
Nun die Gelierprobe durchführen, falls nötig noch weiter kochen lassen, die Marmelade zur Seite stellen und abkühlen lassen (für die Torte) oder noch heiß in sterilisierte Gläser füllen (zum Naschen oder aufs Brot ;)
Himbeeressig
Zutaten:
500 g reife Himbeeren (frisch oder tiefgekühlt)
500 ml Essig (Weißweinessig oder weißer Balsamico)
Zubereitung:
Die Himbeeren sorgfältig verlesen - nur einwandfreie Beeren dürfen verwendet werden. Die Himbeeren in ein sauberes Gefäß füllen, den Essig darüber gießen und gut verschließen. Für sieben bis zehn Tage auf die Fensterbank stellen und den Essig ziehen lassen. Das Glas währenddessen zwei Mal täglich leicht kreisend schwenken.
Danach den Essig durch ein sauberes Mulltuch filtern und in eine passende Glasflasche füllen. Wer mag, kann auch ein paar ungespritzte Rosenblätter mit ansetzen oder ein paar Holunderblüten.
Und auch wenn der Sirup leider dem Transportweg zum Opfer gefallen ist, will ich Euch das Rezept natürlich trotzdem weitergeben:
Erdbeer-Basilikum-Sirup
Zutaten:
300 g Erdbeeren
200 ml Wasser
200 g Zucker
2-3 Zweige frische Basilikum
Zubereitung:
Die Erdbeeren pürieren und absieben. Das Wasser zum Kochen bringen, vom Herd nehmen und den Zucker darin auflösen. Das Basilikum grob hacken und im Sirup zehn Minuten ziehen lassen. Das Basilikum weider absieben und das Erdbeerpüree in den Sirup rühren. Falls der Sirup nun zu dünn ist, kann er nochmal aufgekocht werden.
Der Sirup schmeckt in Sekt, Joghurt, Eistee, zu Eis oder Obstsalat etc.
Nochmal Danke, liebe Julia, für die leckeren Sachen und die Rezepte!
Es hat mir viel Spaß gemacht, Leckereien mit Dir auszutauschen :)