Heute kommt das letzte Rezept der diesjährigen Geburtstags-Bäckerei für meine Tochter :) Da es hier kurz vor ihrem Geburtstag schon zum ersten Mal geschneit hatte, konnte ich ohne weiteres auch schon eine weihnachtliche Torte präsentieren. Gebacken wurde natürlich mit passender Hintergrundmusik - "Last Christmas" in der Dauerschleife ;)
Die Füllung für diese Torte stammt aus dem Herbst-Heft der Sweet-Dreams. Ich habe sie nur leicht abgewandelt und keinen Nuss-Biskuit dazu gebacken, sondern einen weihnachtlichen Spekulatius-Biskuit - die Kombination hat meiner Meinung nach sehr gut gepasst :)
Die Torte ist mit zwei verschiedenen Füllungen gefüllt: Einer Quitten-Sahne und einem Quitten-Kompott. Die Schokoladenglasur, wie sie im Heft vorgesehen ist, habe ich ebenfalls weggelassen und die Torte dafür mit Schokoladen-Spekulatius umstellt und oben mit kleinen Sahnetupfen und einer Kakao-Spekulatiusgewürz-Mischung verziert.
Gebacken habe ich die Torte in einer 25-cm-Springform, sie ist aber wirklich ziemlich hoch geworden, so dass man die Menge auch problemlos in einer 26er- oder vielleicht sogar einer 28er-Form backen könnte. Ich persönlich mag solche hohen Torten aber gerne :)
Zuerst wird der Biskuit gebacken:
Dafür 6 Eier trennen. Die Eiweiß steif schlagen und währenddessen 200 g Zucker langsam einrieseln lassen. Die Eigelbe auf niedriger Stufe unterrühren. 120 g Mehl mit 120 g Maisstärke und 1 TL Backpulver mitschen und auf die Eimasse sieben. 2 leicht gehäufte TL Spekulatiusgewürz zugeben. Alles auf niedriger Stufe nur so lange wie unbedingt nötig unterrühren.
Den Teig in eine gefettete und bemehlte Springform füllen. Damit der Biskuit gleichmäßiger aufgeht, kann man die Form mit in Alufolie gewickelten feuchten Küchentüchern umstellen, so wie ich es auch hier gemacht habe. Den Biskuit im vorgeheizten Backofen bei 180 °C Ober-Unterhitze für ca. 40 Minuten backen, herausnehmen, kurz abkühlen lassen, den Rand der Springform öffnen und den Biskuit vollständig auskühlen lassen.
Für das Quitten-Kompott benötigt man 400 g geschälte, entkernte und klein gewürfelte Quitten. Bei mir entsprach das etwa 600 g Quitten im Ganzen, aber das kommt natürlich auf die Größe der Quitten an. Die Quitten jedenfalls mit einem trockenen Tuch vom Flaum befreien, nach und nach schälen, vierteln, in kleine Würfel schneiden und diese sofort in eine Schüssel mit Zitronenwasser geben, da Quitten sehr schnell braun anlaufen.
5 Blatt weiße Gelatine in kaltem Wasser einweichen. 100 g Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen. Mit 500 ml Quittensaft (alternativ kann man auch Apfelsaft verwenden) ablöschen. Das Karamell wird daraufhin erst einmal hart, löst sich dann aber unter Rühren wieder auf. Nun 50 g Zucker mit 8 g Pektin (bekommt man in der Apotheke) vermischen und in den Quittensaft rühren. Einmal aufkochen lassen. Die Quitten in ein Sieb abschütten, kurz abtropfen lassen, ebenfalls in die Pfanne geben und weich dünsten. Die abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone sowie den ausgepressten Saft 1/2 Zitrone zugeben und nochmals aufkochen lassen. Die Pfanne vom Herd nehmen. Die Gelatine ausdrücken und mit einem Schneebesen nach und nach in die warme Masse rühren. Das Quittenkompott im Kühlschrank komplett erkalten lassen.
Leider ist das Kompott bei mir nicht fest genug geworden, was mir ehrlich gesagt bei der Menge an Gelatine und Pektin ein Rätsel ist ;) Falls es bei Euch auch so sein sollte: Ich habe einfach noch eine kleine Menge Gelatine-Fix (zum kalt anrühren) untergerührt.
Für die Quittensahne 350 g Quitten mit einem trockenen Tuch vom Flaum befreien, schälen, vierteln, entkernen und in etwas Zitronenwasser weich köcheln. Die Quitten durch ein Sieb gießen und dabei 150 ml Saft auffangen. Die Quittenstücke pürieren und nochmals durch ein feines Sieb streichen. Übrig bleiben sollte etwa 150 g Quittenmus.
10 1/2 Blatt weiße Gelatine in kaltem Wasser einweichen. Den aufgefangenen Quittensaft zusammen mit 150 g Zucker in einem Topf erwärmen (nicht kochen!), bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Gelatine ausdrücken und darin nach und nach unter Rühren auflösen. Das Quittenpüree unterrühren. Die Masse in den Kühlschrank stellen. 1 kg Schlagsahne mit Hilfe von 5 Tütchen Sahnefest steif schlagen. Sobald die Quittenmasse anfängt zu gelieren, die Sahne unterheben.
Nun wird die Torte zusammengebaut: Dafür den Biskuitboden zwei Mal waagrecht durchschneiden. Den unteren Boden auf eine Tortenplatte legen und mit einem hohen Tortenring umstellen. Etwa 1/3 der Quittensahne daraufgeben und glattstreichen. Den zweiten Biskuitboden darauf legen. Hierauf kommt nun wiederum das Quittenkompott. Den dritten Biskuitboden auflegen und ein weiteres Drittel der Quittensahne darauf glattstreichen.
Die Torte für mehrere Stunden in den Kühlschrank stellen, bis die Füllungen komplett fest sind. Die restliche Quittensahne ebenfalls in den Kühlschrank stellen.
Wenn die Torte fest ist, den Tortenring entfernen und die Ränder der Torte mit der restlichen Quittensahne bestreichen (diese dafür vorher ggf. nochmals kurz mit einem Löffel aufrühren).
Da die Torte etwas höher ausgefallen ist als meine Schoko-Spekulatius musste ich etwas tricksen: Ich habe ein Päckchen Sahne steif geschlagen und unten um die Torte herum einen Kranz mit Tupfen aufgespritzt. Die Spekulatius habe ich dann oberhalb dieser Tupfen angesetzt und einmal rund um die Torte herum auf den Rand "geklebt". Dafür habe ich etwas mehr als ein Päckchen Schoko-Spekulatius (200 g) benötigt. Die Oberseite der Torte habe ich ebenfalls mit Sahne-Tupfen verziert und mit einer Mischung aus Kakaopulver und Spekulatiusgewürz bestäubt.
Das Band ist übrigens nur zur Dekoration da - die Spekulatius halten auch ohne Band an der Torte ;)
Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
Für den Biskuit:
6 Eier
200 g Zucker
120 g Mehl
120 g Maisstärke
1 TL Backpulver
2 leicht gehäufte TL Spekulatiusgewürz
Für das Quittenkompott:
ca. 600 g Quitten
5 Blatt weiße Gelatine
150 g Zucker
500 ml Quittensaft (ersatzweise Apfelsaft)
8 g Pektin
1 Bio-Zitrone
Für die Quittensahne:
350 g Quitten
10 1/2 Blatt weiße Gelatine
150 g Zucker
1 kg Schlagsahne
Für die Deko:
200 g Schlagsahne
Schoko-Spekulatius
Kakaopulver
Spekulatiusgewürz






Wow, richtig tolle Idee! Klingt super lecker. Werd ich zu Weihnachten glaub ich auch mal probieren.
AntwortenLöschenWOW. WOW. Hmmmmyam!
AntwortenLöschenLiebe Nina,
AntwortenLöschendu bist ja eine echte Tortengöttin.
Die Torte sieht so schön aus und die Kombi mit den beiden Quittenfüllungen finde ich wirklich super.
Ich würde ja gerne schreiben, dass ich sie mal nachmache, aber ich glaube soetwas kann ich gar nicht.
LG Sarah
Hallo Sarah!
LöschenWoher willst Du das wissen, ohne es zu probieren ;)
Nur Mut: Man braucht zwar eine ganze Weile, bis man die Böden und die Füllungen etc. fertig hat - etwas Geduld sollte man also schon haben - aber es ist kein Hexenwerk. Und die erste Torte muss ja auch nicht gleich 100 % perfekt sein - Übung macht den Meister ;)
Freut mich aber sehr, dass Dir die Torte so gut gefällt :)
Liebe Grüße
Nina
Sieht toll aus die Torte!
AntwortenLöschenHey Nina,
AntwortenLöschendie Torte sieht echt super aus. Vorallem der Spekulatiusrand!
Aber auch der Anschnitt kann echt überzeugen ;)
Liebe Grüße,
Hannah
Die Torte sieht super aus und beim durchlesen lief mir das Wasser im Mund zusammen! Lecker!!!
AntwortenLöschenHerrlich! Einmal mehr ein Kunstwerk
AntwortenLöschenGrüessli
Irene
Wilder Mischung!! Sieht einfach herrlich lecker aus :)
AntwortenLöschenIch wünschte, ich hätte so viel Geduld und Zeit!
LG, Sine
Hallo Sine!
LöschenVielen Dank :)
Manchmal muss man sich die Zeit einfach nehmen ;)
Liebe Grüße
Nina
Hallo liebe Nina,
AntwortenLöschenviel Deiner Rezeptideen, insbesondere die Cupcakes, habe ich schon nachgebacken. Auch diese Torte interessiert mich sehr zur vorweihnachtlichen Zeit, aber müssen es denn Quitten sein, oder kann man eventuell auch Birnen nehmen? Was meinst Du als Meisterin :-) dazu.
L.G. Inge
Hallo Inge!
LöschenEs freut mich sehr, dass Du schon einige meiner Rezepte nachgemacht hast :)
Für diese Torte könnte man prinzipiell natürlich schon Birne nehmen, allerdings müsste man dann auch einige andere Änderungen am Rezept vornehmen: Birnen enthalten wesentlich mehr Flüssigkeit als Birnen, so dass z. B. ein Birnenpüree viel flüssiger wird als ein Quittenpüree. Man müsste also für eine Birnensahne mehr Gelatine zufügen. Auch bei dem Kompott denke ich, dass man mehr Bindemittel (Gelatine oder Pektin) bräuchte, da die Birnen beim köcheln evtl. nochmal mehr Flüssigkeit abgeben als die Quitten.
Ich hoffe, das hilft Dir weiter. Falls Du es ausprobierst, sagst Du mir Bescheid, welche Erfahrungen Du mit den Birnen gemacht hast?
Liebe Grüße
die überhaupt nicht meisterlich Nina ;)
Hallo Nina,
Löschenstell Dein Licht nicht unter den Scheffel:-)Nur wer schon selbst ausprobiert hat deine Kreationen nachzubacken, weiss wieviel Aufwand und Liebe dahinter steht damit es so gelingt und schmeckt. Nun aber zur Torte, ich werde Dir berichten wenn ich es mit Birnen (evtl. aber auch Äpfel)ausprobiert habe.
Lieben Gruß Inge
Hallo Inge,
LöschenDeine Worte ehren mich *rotwerde* Ich liebe es eben einfach zu backen und zu dekorieren, daher ist der Aufwand für mich auch keine "Arbeit", weil es mir einfach Spaß macht ;)
Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Äpfel noch besser funktionieren als Birnen, aber mit der entsprechenden Beigabe von Gelatine o. ä. dürfte beides möglich sein.
Ich bin gespannt :)
Liebe Grüße
Nina
Moensch, die sieht wie gemalt aus :o) Weihnachtlichen Tortenboeden esse ich sowieso sehr gerne. Solche Raender gefallen mir auch wahnsinnig gut. Bei den wenigen Torten, die ich mache, muss ich mich arg zusammenreissen, nicht jedes Mal Schokoroellchen & Co. dranzupappen. Die tolle Optik (und das zusaetzliche Schmankerl) sind einfach zu verlockend.
AntwortenLöschenliebe Gruesse,
Persis
hmmm mir läuft das Wassereis im Mund zusammen ! sehr appetitlich!
AntwortenLöschenOh lá lá... das ist wirklich ein Sweet Dream!
AntwortenLöschenDie Torte ist eine Sünde wert!
Dieses Rezept werde ich merken für das alljährliche Adventskaffee-Treffen mit Schwiegermutter!
( Da schinde ich dann vielleicht Eindruck...) ;-)
Liebe Grüße
Melli
Hallo Nina,
AntwortenLöschenich wollte dir für deine wunderbaren Rezepte danken.
Habe für ein Geburtstagsdinner(das Dinner war das Geschenk)für die Familie dein Apfel-Karamel-Keks-Dessert gemacht u. meine Gäste waren restlos begeistert. Es war so ein leckerer Abschluss, nach Maronensuppe & Putenrollbraten mit Baconhülle, Knödel & Spätzle & Maronen-Gemüse-Mischung.
Vielen Dank & liebe Grüße
Kate
Hallo Kate!
LöschenDann gebe ich den Dank zurück für die netten Worte :) Schön, dass Euch das Dessert geschmeckt hat - der Rest Deines Menüs hört sich auch toll an!
Liebe Grüße
Nina
wow die sieht echt Hammer toll aus!!! Und schmecken tut sie bestimmt genauso klasse! Danke für die Inspiration^^
AntwortenLöschenVielen, vielen Dank für Eure lieben Kommentare :) Es freut mich sehr, dass Euch die Torte so gut gefällt - man wird quasi gleich mehrfach belohnt: Mit der Torte selbst, den zufriedenen Gesichtern der Esser und nochmal mit Euren netten Worten :) Danke dafür!
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Nina
Das....klingt so unfassbar lecker. den muss ich unbedingt ausprobieren.
AntwortenLöschendanke für das Rezept und die tollen Bilder!
Hallo!
LöschenDanke - schön, dass Dir das Rezept und die Bilder gefallen *hüpf*
Unsere Quitten sind alle schon verarbeitet, aber im Supermarkt habe ich noch welche gesehen :)
Liebe Grüße
Nina
It's a gorgeous looking cake and seems to be super delicious!
AntwortenLöschenThank you :)
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