Sonntag, 22. Juli 2012

Gefüllter Gugelhupf mit Mandeln, Mohn und Cranberries


Bisher habe ich alle Angebote für Produkttests, die so per Email bei mir eingetrudelt sind, abgelehnt. Als vor einigen Wochen aber eine Mail von Silikomart ankam und mir eine Silikon-Backform angeboten wurde, konnte ich einfach nicht widerstehen. 


Ich hoffe, Ihr könnt mir meine Inkonsequenz verzeihen ;) Ich möchte Euch aber kurz erzählen, warum mich genau diese Backform so interessiert hat:

Ich hatte mir vor ein paar Jahren mal eine Silikon-Gugelhupf-Form von Tupper gekauft, die auch nicht gerade günstig war. Versprochen wurde - wie bei allen Silikonformen - dass man darin backen kann, ohne die Form vorher einfetten zu müssen. Gesagt, getan ... Ergebnis: Sämtliche Kuchen sind mir beim Stürzen zerbrocken, weil die obere Hälfte des Gugelhupfs in der Form hängengeblieben ist. Das lag eindeutig nicht an mir oder meinem falschen Umgang mit der Form, denn ich habe die Form bei einer Tupper-Beraterin reklamiert und sie hat es selbst getestet: Auch bei ihr ist der Kuchen zerbrochen. Ein Umtausch durch Tupper ist aber nicht möglich, nachdem die Form mittlerweile aus dem Programm genommen wurde...

Nach dieser schlechten Erfahrung - und nachdem ich nun schon seit einer ganzen Weile keine Gugelhupfform mehr habe - hat es mich interessiert, ob das Problem mit der Form von Silikomart auch auftritt. 

Ich bekam also eine hübsche Gugelhupfform (die Form heißt "Meteor") geschickt und noch eine Form für Cake-Pops, die ich aber noch nicht ausprobiert habe. Außerdem bekam ich folgende Hinweise für die Nutzung der Form: 

- Beim ersten Gebrauch sollte die Form eingefettet werden, danach sei das nicht mehr nötig.
- Die in der Silikonform gebackenen Kuchen sollten bei ca. 10 °C weniger Temperatur und dafür 10 bis 15 Minuten länger gebacken werden. 
- Der Kuchen soll erst aus der Form gestürzt werden, wenn er komplett abgekühlt ist. 

Dass der erste Kuchen, den ich damit gebacken habe, aus der Form geht, ist ja klar - schließlich war die Form gefettet. Seitdem habe ich noch drei Kuchen ohne Einfetten gebacken und alle drei haben sich ganz wunderbar aus der Form gelöst :) Zwischendurch war die Form übrigens in der Spülmaschine. 

Die Formen von Silikomart könnt Ihr z. B. über den dortigen Online-Shop bestellen, den ich allerdings ganz furchtbar unübersichtlich finde. Soweit ich weiß, bekommt man die Formen aber auch im Einzelhandel und auch Amazon hat einige Formen im Programm. 


Nun aber endlich zum Kuchen, der in der Form steckt ;)

Das ursprüngliche Rezept stammt aus dem "Dr. Oetker Backbuch - Grundrezepte für die gute Küche". Das Buch habe ich als Kind von meiner Oma geschenkt bekommen und es war glaube ich eines meiner ersten Backbücher. Damals dürfte ich zwölf gewesen sein und mittlerweile gibt es das Buch nicht mehr ;) Ich habe allerdings vom Originalrezept die Füllung abgewandelt und im Rührteig den Rum weggelassen (waren ohnehin nur 2 EL, was auch immer die im Teig bewirken sollten). Hier nun also meine Version: 


Für die Füllung bereits vorher folgendes vorbereiten: 90 g getrocknete Cranberries in möglichst kleine Stückchen schneiden und mit 90 g gemahlenem Mohn und 90 g gemahlenen Mandeln vermischen. Beiseite stellen. 

Für den Rührteig 250 g weiche Butter mit 175 g Zucker und dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote sehr schaumig rühren. 1 komplettes Ei, 3 Eigelb (das Eiweiß für die Füllung aufheben!) und eine Prise Salz einzeln unterrühren. Die Eier sollten Zimmertemperatur haben. 375 g Mehl mit 3 gestrichenen TL Backpulver vermischen und abwechselnd mit 125 ml Milch (Zimmertemperatur) in den Teig rühren. Dabei mit Mehl beginnen und auch mit Mehl wieder aufhören. Den Teig erst einmal Beiseite schieben. 


Für die Füllung die 3 Eiweiß sehr steif schlagen. 150 g Zucker und 1/2 gestrichener TL Zimt mischen und esslöffelweise unter das Eiweiß rühren. Die Mohn-Mandel-Cranberry-Mischung vorsichtig unter die Eiweißmasse heben. Dabei nicht rühren, nur unterheben. 

Etwa die Hälfte bis 2/3 des Rührteiges in eine Gugelhupfform füllen (eine Metallform vorher fetten und mehlen, bei einer Silikonform ist das nicht nötig). Mit einem Teelöffel nun eine Mulde in den Teig ziehen bzw. den Teig an den Rändern außen und zur Mitte hin nach oben ziehen. In diese Vertiefung die Mohn-Mandel-Cranbarry-Füllung geben. Dabei darauf achten, dass die Füllung nicht die Form berührt, sondern nur innerhalb des Rührteiges bleibt. Den Restlichen Rührteig auf die Füllung geben und glattstreichen. 

Ich habe den Kuchen in der Silikonform bei 170 °C Ober-/Unterhitze für 75 Minuten gebacken, wobei ich für die letzten 15 Minuten ein Stück Alufolie oben auf die Form gelegt hatte, damit der Kuchen nicht zu dunkel wird. 

Laut Rezept wird der Kuchen in einer Metallform bei 175 bis 200 °C - ist ja nur eine klitzekleine Spanne ;) - für 65 Minuten gebacken. 



Und nochmal alle Zutaten auf einen Blick: 

250 g weiche Butter
325 g Zucker
1 Vanilleschote
4 Eier
1 Prise Salz
375 g Mehl
3 gestr. TL Backpulver
125 ml Milch
1 gestr. TL Zimtpulver
90 g gemahlener Mohn
90 g gemahlene Mandeln 
90 g getrocknete Cranberries 


Kommentare:

  1. Mmmh, der Gugl sieht sehr lecker aus! Silikonbackformen sind wirklich etwas Feines.

    Liebe Grüße, Ann-Katrin
    von penneimtopf.blogspot.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Vielen Dank, schön, dass Dir das Rezept gefällt :) Ich habe ja lange nichts mit Silikonformen gemacht, aber vielleicht freunde ich mich jetzt ja wieder damit an :)

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen
  2. Mein Schwiegervater liebt "trockene" Kuchen und den werde ich ihm nächstes Wochenende mal machen... sieht sehr lecker aus:-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Grace!

      Danke :) Ich hoffe, der Kuchen schmeckt Deinem Schwiegervater auch so gut wie uns :) Schreib mir doch hinterher!

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen
  3. Der Kuchen sieht extrem lecker aus. Interessant, dass die Form bei Dir so gut funktioniert. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mir Silikon bei grossen Formen dann doch zu instabil und wabbelig ist. Aber ich habe auch nur no name-Produkte und keine Formen von Silikonmart. Vielleicht liegt da der Hund begraben.

    liebe Gruesse,
    Persis

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Persis,

      diese Form ist so stabil, weil sie im oberen Rand einen Metallring eingesetzt hat und sich dadurch nicht verzieht ;) Ich weiß nicht, ob das bei allen Formen von Silikomart so ist, aber ich denke zumindest bei den höheren Formen schon.

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen
  4. Dazu jetzt eine schöne Tasse Kaffee. Lecker B-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke :)

      Obwohl ich lieber eine heiße Milch nehmen würde ;)

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen
  5. In meiner Vergangenheit gab es ein paar schiefe Kuchen da meine Silikonform so wabbelig war, dann hatte ich es aufgegeben.

    Das Dr Oetker Buch hab ich auch noch, bei Mama "ausgeliehen" und nicht zurueck gebracht... ;o)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Eva!

      Ich habe es ja weiter oben in den Kommentaren schon geschrieben: Die Form hat im oberen Rand einen Metallring eingearbeitet (bzw. setzt man den Ring selbst in die Form ein). Deshalb steht sie so fest und es verwackelt nichts ;)

      Das Buch also als Dauerleihgabe sozusagen *g* Ich wohne ja mit meiner Mutter in einem Haus, da habe ich auch öfter mal Bücher von ihr wochenlang hier.

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen
  6. Hallo,habe den Kuchen ausprobiert, war super!!!!!!!!!!!!
    Danke für das tolle Rezept
    Irene

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Irene!

      Danke für Deine Rückmeldung - freut mich sehr, dass Dir der Kuchen geschmeckt hat :)

      Liebe Grüße

      Nina

      Löschen

Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...