Nachdem ich ja so im Cupcake-Fieber bin, habe ich letzte Woche mal Pralinen im Cupcake-Look gemacht. Das Rezept stammt vom Chefkoch, nur die Mengenverhältnisse waren bei mir etwas anders.
Zuerst werden kleine Kapseln aus Schokolade gemacht. Dafür ca. 175 g weiße Kuvertüre schmelzen. Wie man Schokolade am Besten schmilzt, ohne dass nach dem Trocknen ein weißer Schleier entsteht, habe ich schonmal hier beschrieben. Ich habe also 3/4 der Schokolade gehackt und im Wasserbad mit heißem Wasser aus der Leitung geschmolzen, dann aus dem Wasserbad genommen und portionsweise das restliche - fein geraspelte - Viertel untergerührt und geschmolzen.
Dann eine Pralinenform randvoll mit der weißen Kuvertüre füllen, kurz warten, auf ein Pralinen- oder Kuchengitter stürzen und etwas klopfen, damit die überflüssige Kuvertüre wieder herausläuft. Ich habe die Pralinenform nicht auf einmal, sondern immer nur drei oder sechs Förmchen gefüllt. Das hat den Vorteil, dass man die herausgelaufene Schokolade gleich wieder verwenden kann und somit nicht soviel Reste hat und zum Zweiten, dass die zuerst gefüllten Formen nicht viel mehr Schokolade enthalten als die zuletzt gefüllten.
Sollte die Kuvertüre zwischenzeitlich zu fest werden um die Förmchen zu befüllen, nochmal ganz kurz in heißes Wasser aus der Leitung stellen, so dass sie wieder flüssig wird.
Nach dem Herausgießen der überflüssigen Kuvertüre die Ränder der Pralinenform mit einem Küchentuch säubern.
Die Pralinenkapseln jetzt an einem kühlen Ort vollständig hart werden lassen - ggf. über Nacht. Dann die Kapseln vorsichtig aus der Form lösen.
Für die Füllung 150 g weiße Schokolade fein hacken. 45 ml Sahne aufkochen, über die Schokolade gießen, kurz warten und vorsichtig rühren, bis die Schokolade vollständig geschmolzen ist. 35 g Kokosfett grob hacken, zugeben und ebenfalls unter Rühren schmelzen. Sollte die Schokolade schon zu stark abgekühlt sein, einfach nochmal kurz ins heiße Wasserbad stellen (auch hier reicht heißes Wasser aus der Leitung). Die Masse etwas abkühlen lassen, dann 20 ml Erdbeerlimes unterrühren.
Wer keinen Messbecher mit so kleiner Einteilung hat, misst die Sahne und den Erdbeerlimes am Besten mit einem geeichten Schnapsglas ab.
Eigentlich sollte sich die Füllung durch den Erdbeerlimes schön rot färben. Leider hat das bei mir nicht geklappt, meine Füllung wurde eher "schmutzig rosa". Das lag wohl an zu wenig Farbstoff im Erdbeerlimes (es war nicht Original-Erdbeerlimes). Prinzipiell ist das ja gut, aber leider nicht für die Pralinen. Ich habe daher noch etwas rote Lebensmittelfarbe zugegeben.
Die Füllung nun im Kühlschrank etwas fest werden lassen, bis sie spritzfähig ist. Achtung: Das geht relativ schnell, also regelmäßig nachsehen und dabei immer mal wieder umrühren.
Die Füllung dann in einen Spritzbeutel mit kleiner Tülle füllen und die Pralinenkapseln damit füllen. Ich habe noch einige Silberperlen darüber gestreut.
Wer keine Pralinenform besitzt, kann die Erdbeer-Pralinen natürlich trotzdem machen:
- Anstatt in eine Pralinenform kann man die weiße Kuvertüre auch in die Vertiefungen einer Tofifee-Packung füllen.
- Man kann die Füllung auch als Tupfen auf ein Backpapier aufspritzen, diese über Nacht in den Kühlschrank stellen und dann mit weißer Kuvertüre überziehen oder darin eintauchen.
- Oder man stellt die Füllung über Nacht in den Kühlschrank, damit sie richtig fest wird, formt am nächsten Tag mit den Händen kleine Kugeln daraus, lässt diese nochmal im Kühlschrank etwas fest werden und taucht sie dann in weiße Kuvertüre.
Da ich leider keine Cellophanbeutel mehr hatte um die Pralinen zu verpacken, habe ich einfach aus Geschenk-Folie eine kleine spitze Tüte gedreht, mit einem Stück Klebestreifen fixiert, die Pralinen dort hineingefüllt und oben zugebunden. Vor dem Einpacken sollten die Pralinen aber an einem kühlen Ort - am Besten über Nacht - aushärten.
Mit den Pralinen nehme ich am Blogevent des Kochtopfs zum Thema "Valentinstag" teil.
Und hier nochmal alle Zutaten auf einen Blick:
175 g weiße Kuvertüre
45 ml Sahne
150 g weiße Schokolade
35 g Kokosfett (Palmin)
20 ml Erdbeerlimes
ggf. etwas rote Lebensmittelfarbe (Paste)



















































